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ADORNED BROOD
Hiltia & Wigand (Re-Release)
ADORNED BROOD - Hiltia & Wigand (Re-Release)
Ungefähr 15 Jahre ist es jetzt her, dass ADORNED BROOD ihre musikalische Tätigkeit aufnahmen und sich anschickten, ihre zwei Demos „Phobos-Deimos & Wapen“ in Eigenregie aufzunehmen. Das liegt in der Tat eine ganze Weile zurück. Nachdem sich ein Label gefunden hatte, folgten die zwei Studioalben „Hiltia“ und „Wigand“, letzteres aufgenommen 1998. Beide Platten waren anno dazumal auf 1000 Stück limitiert – und somit so gut wie heute zu vernünftigen Preisen kaum mehr zu erhalten.
Doch dem wird jetzt Abhilfe geschaffen. Nach diversen Labelwechseln sind ADORNED BROOD nun mittlerweile bei „BLACK BARDS ENTERTAINMENT“ gelandet, und die haben sich entschlossen, die ersten beiden Studiowerke der breiten Öffentlichkeit noch einmal in Form eines Re-Releases zugängig zu machen.
Tja, und das liegt jetzt vor. Schon einmal vorweg geschoben: das ist definitiv ein Fall für echte Fans. Die Qualität ist, nunja, wie man es von den ersten Studioalben einer Band erwarten würde, durchwegs etwas dürftig, die Songs noch sehr roh und ungeschliffen. Die meisten Leute finden für gewöhnlich eher an neuen, vernünftig produzierten Alben einer Band, die es mittlerweile 100%ig versteht, Musik zu machen, Gefallen, aber da soll es ja noch solche Menschen und Musikliebhaber geben, die gerne den ursprünglichen, rauen Charme der ersten musikalischen Werke einer wachsenden Band mögen. Für die ist das Doppelalbum „Hiltia & Wigand“ in dem Falle genau das richtige. Gesetz dem Fall, sie können sich mit ADORNED BROOD in den Anfangstagen anfreunden.
Wo ich heute schon den Stilmix aus geschrabbeltem Metal mit Flöten, Frauengesang und sehr gewöhnungsbedürftigen Männergrowls schwer zugänglich und stellenweise arg fraglich finde, ist es mit dem alten Material gar noch schwerer. Die Musik ist dabei nicht das schlechteste, ADORNED BROOD stecken mit beiden Füßen tief im Metalsumpf fest und nur hier und da blitzen, frei nach dem uninspirierten Motto „Machen wir einfach mal!“, ein paar seichtere, melodiöse Momente hervor, untermalt von Akkustikgitarren und Flötenspiel. Soweit so gut alles, wenn teilweise auch ein wenig dissonant, aber kann man durchaus angehen lassen, vor allem die recht nett und atmosphärisch gestalteten Intros und Outros der beiden Platten. Das eigentlich störende ist der Gesang. Dame Ingeborg Baumgärtel hat eine klare, süße Träller-Stimme wie sie in den Gefilden durchaus verbreitet, ist nur mit Frontmann Markus Frost und seinem seltsamen Geschrei und Gekeife in verschiedenen Sprachen und Tonlagen kann ich mich irgendwie nicht anfreunden und gesprochene, blutdürstige deutsche Texte wie bei dem absoluten Tiefflieger „Unehrenhaftes Feindesblut“ auf der „Hiltia“ Scheibe sind einfach nur lächerlich. Gut, alles in allem Geschmackssache, damals wie heute.
Definitiv feststellbar, hört man beide Alben im Vergleich, ist eine Leistungssteigerung von „Hiltia“ zum Nachfolger „Wigand“ – umso deutlicher das ganze, kommt man zum Schluss von „Hiltia“ und stößt dabei auf den neuen Song „Sons Of The Damned“. Mal von der reichlich dämlichen Idee abgesehen, ein neues Stück auf ein Re-Release zu packen, hört man hier den musikalischen (und vor allem auch technischen!) Werdegang am deutlichsten. „Sons Of The Damned“ ist ein ganz nettes, sauber produziertes und eingängiges Stück im Gewässer des populären Pagan Metals, das einfach modern, aber dennoch nach ADORNED BROOD klingt.
Die eingangs getroffene Empfehlung für Fans bleibt auch am Ende bestehen. Eine nette Gelegenheit für Sammler und Fans die Reihe der Alben in ihrem Besitz zu ergänzen, für den Rest der Welt ein überflüssiges Re-Release und Rohstoffverschwendung.
Tracklist:
HILTIA
01. Intro
02. For honour and land
03. Hiltia
04. Unehrenhaftes Feindesblut
05. Furor teutonicus
06. Donerhamer
07. Undisclosed treasures of the mortal
08. Adora
09. Kissing the heathen amulet
10. Die Rede des Erhabenen
11. Outro
12. Sons of the damned
Video interview
WIGAND:
01. Voeluespa
02. The way of the sword
03. Spritual weaponry
04. Wapen
05. The oath
06. Wigand
07. Zeichen von Zauberkraft
08. Jord Dvalin
Live video („Tanze mit dem Tod“, „Heldentat“, „Farewell“)
ADORNED BROOD
Hiltia & Wigand (Re-Release)
ADORNED BROOD - Hiltia & Wigand (Re-Release)
Ungefähr 15 Jahre ist es jetzt her, dass ADORNED BROOD ihre musikalische Tätigkeit aufnahmen und sich anschickten, ihre zwei Demos „Phobos-Deimos & Wapen“ in Eigenregie aufzunehmen. Das liegt in der Tat eine ganze Weile zurück. Nachdem sich ein Label gefunden hatte, folgten die zwei Studioalben „Hiltia“ und „Wigand“, letzteres aufgenommen 1998. Beide Platten waren anno dazumal auf 1000 Stück limitiert – und somit so gut wie heute zu vernünftigen Preisen kaum mehr zu erhalten.
Doch dem wird jetzt Abhilfe geschaffen. Nach diversen Labelwechseln sind ADORNED BROOD nun mittlerweile bei „BLACK BARDS ENTERTAINMENT“ gelandet, und die haben sich entschlossen, die ersten beiden Studiowerke der breiten Öffentlichkeit noch einmal in Form eines Re-Releases zugängig zu machen.
Tja, und das liegt jetzt vor. Schon einmal vorweg geschoben: das ist definitiv ein Fall für echte Fans. Die Qualität ist, nunja, wie man es von den ersten Studioalben einer Band erwarten würde, durchwegs etwas dürftig, die Songs noch sehr roh und ungeschliffen. Die meisten Leute finden für gewöhnlich eher an neuen, vernünftig produzierten Alben einer Band, die es mittlerweile 100%ig versteht, Musik zu machen, Gefallen, aber da soll es ja noch solche Menschen und Musikliebhaber geben, die gerne den ursprünglichen, rauen Charme der ersten musikalischen Werke einer wachsenden Band mögen. Für die ist das Doppelalbum „Hiltia & Wigand“ in dem Falle genau das richtige. Gesetz dem Fall, sie können sich mit ADORNED BROOD in den Anfangstagen anfreunden.
Wo ich heute schon den Stilmix aus geschrabbeltem Metal mit Flöten, Frauengesang und sehr gewöhnungsbedürftigen Männergrowls schwer zugänglich und stellenweise arg fraglich finde, ist es mit dem alten Material gar noch schwerer. Die Musik ist dabei nicht das schlechteste, ADORNED BROOD stecken mit beiden Füßen tief im Metalsumpf fest und nur hier und da blitzen, frei nach dem uninspirierten Motto „Machen wir einfach mal!“, ein paar seichtere, melodiöse Momente hervor, untermalt von Akkustikgitarren und Flötenspiel. Soweit so gut alles, wenn teilweise auch ein wenig dissonant, aber kann man durchaus angehen lassen, vor allem die recht nett und atmosphärisch gestalteten Intros und Outros der beiden Platten. Das eigentlich störende ist der Gesang. Dame Ingeborg Baumgärtel hat eine klare, süße Träller-Stimme wie sie in den Gefilden durchaus verbreitet, ist nur mit Frontmann Markus Frost und seinem seltsamen Geschrei und Gekeife in verschiedenen Sprachen und Tonlagen kann ich mich irgendwie nicht anfreunden und gesprochene, blutdürstige deutsche Texte wie bei dem absoluten Tiefflieger „Unehrenhaftes Feindesblut“ auf der „Hiltia“ Scheibe sind einfach nur lächerlich. Gut, alles in allem Geschmackssache, damals wie heute.
Definitiv feststellbar, hört man beide Alben im Vergleich, ist eine Leistungssteigerung von „Hiltia“ zum Nachfolger „Wigand“ – umso deutlicher das ganze, kommt man zum Schluss von „Hiltia“ und stößt dabei auf den neuen Song „Sons Of The Damned“. Mal von der reichlich dämlichen Idee abgesehen, ein neues Stück auf ein Re-Release zu packen, hört man hier den musikalischen (und vor allem auch technischen!) Werdegang am deutlichsten. „Sons Of The Damned“ ist ein ganz nettes, sauber produziertes und eingängiges Stück im Gewässer des populären Pagan Metals, das einfach modern, aber dennoch nach ADORNED BROOD klingt.
Die eingangs getroffene Empfehlung für Fans bleibt auch am Ende bestehen. Eine nette Gelegenheit für Sammler und Fans die Reihe der Alben in ihrem Besitz zu ergänzen, für den Rest der Welt ein überflüssiges Re-Release und Rohstoffverschwendung.
Tracklist:
HILTIA
01. Intro
02. For honour and land
03. Hiltia
04. Unehrenhaftes Feindesblut
05. Furor teutonicus
06. Donerhamer
07. Undisclosed treasures of the mortal
08. Adora
09. Kissing the heathen amulet
10. Die Rede des Erhabenen
11. Outro
12. Sons of the damned
Video interview
WIGAND:
01. Voeluespa
02. The way of the sword
03. Spritual weaponry
04. Wapen
05. The oath
06. Wigand
07. Zeichen von Zauberkraft
08. Jord Dvalin
Live video („Tanze mit dem Tod“, „Heldentat“, „Farewell“)
