MySpace Twitter LastFM YouTube Facebook deutsch english
diskographie / Hiltia-Wigand / Reviews
metalfactory
zum Album: Hiltia/Wigand
hinzugefügt: 12.11.2008
ADORNED BROOD – Hiltia + Wigand
Black Bards Entertainment
Adorned Brood sind in Deutschland anscheinend schon seit 1993 aktiv und haben da bei der Entwicklung von Pagan Metal mitgearbeitet. So zumindest auf dem Papier, von den besagten Erfolgen wusste ich hier nichts. Auch die Zusammenarbeit mit Fish von Subway To Sally ist mir entgangen, genauso wie die guten Rezensionen zum letzten Album. Aber man lernt ja ständig dazu. Diese Doppel-CD entstand, weil die ersten beiden Alben so schnell ausverkauft waren, dass die Nachfrage nicht gesättigt werden konnte, und so haben die Jungs und das Mädel unter neuem Label die alten Songs bearbeitet. Vom Sound her also nichts auszusetzen, die einzelnen Spuren sind alle gut abgemischt. Nun zum eigentlichen Teil, wie hört sich denn die Musik an? Und genau an diesem Punkt glaube ich ihnen sofort, dass sie schon seit über 10 Jahren Musik machen, denn man hört ganz deutlich die Heavy Metal-Einflüsse, gerade beim Riffing. Der Gesang ist mal klar, dann Growls, mal weiblich, mal männlich, und auch die Sprache ist gemischt. Akustische Gitarren und Flöten sind die Elemente, welche den restlichen Teil ausmachen. Ziemlich eigenständig und vor allem weit weg von all den Pagan-Bands heute, die sich fast schon alle gleich anhören. Wer sich an Eluveitie erinnert, als sie noch in kleinen Schuppen wie dem Sedel Auftritte gaben, oder wenn man die schnelleren Songs von Tyr mag, der wird an "Hiltia + Wigand" seine Freude haben. Ursprünglich und ohne überflüssige Instrumentierungen, mit eigenständigem Charakter. Aber dennoch ist es für mich zu durchschnittlich, einzelne Lieder gefallen mir zwar ganz gut ("Sons of The Damned", der Bonussong, dem man eine gehörige Veränderung anhört, da auch ein Piano mitspielt, die Flöte gedoppelt wurde und die Gitarren einiges kälter klingen, oder das spannende, etwas melancholische "Spiritual Weaponary" mit dem tollen Intro), aber die grosse Menge mag bei mir keine Freudensprünge auslösen. Als besondere Belohnung für die Fans gibt's obendrauf noch ein Interview und drei Liveauftritte auf der Scheibe, damit die Wartezeit bis zum nächsten Album ein wenig verkürzt wird.
Tristan
Punkte: 6.8 von 10