diskographie / Hiltia-Wigand / Reviews
metalmessage.de
Dass ihre 2006er „Heldentat” alles andere als eine solche war, steckt mir als altem Fan der Band noch immer tief in den Knochen – belangloser Pseudo-Mittelalter Hardrock, versehen mit Alibi-Metal-Passagen, zudem deutlich hörbar völlig uninspiriert. Schwamm drüber. Doch meine Wehmut – und sicherlich diejenige vieler Adorned Brood-Anhänger – über diesen üblen Album-Ausrutscher lindert nun eine saftige Wiederveröffentlichung. „Hiltia“ war das Debütalbum aus dem Jahr 1996, „Wigand“ hingegen wurde zwei Jahre später auf den einschlägigen Markt gebracht – die Originale dieser beiden Vorreiter-Langspieler sind seit Jahren ausverkauft und nur überaus schwerlich aufzutreiben. Was also heutzutage als hochpopuläre Subkategorie namens Pagan Metal ganze Heerscharen von Trend-Jüngern auf die Festivals und in die Konzerthallen treibt, das haben Adorned Brood bereits schon vor zwölf Jahren mit einiger Leidenschaft zornig zelebriert. Das Material beider Frühwerke entspricht zwar natürlich dem damaligen und beileibe nicht dem heutigen Standard, jedoch wissen die ungestüme Ruppigkeit beziehungsweise die aufreibende Rauheit besagter Kompositionen noch immer vollauf zu überzeugen. Die urige Mixtur aus Black- und Folk Metal, köstlich polternd rasant, versehen mit effizient simplen Melodien und erbaulich pfiffigen Flöten-Einlagen atmosphärischer Machart jedenfalls ist als zeitlos zu titulieren. Sämtliche Lieder der zwei schätzenswerten Metal-Heidenplatten wurden digital überarbeitet, also „remastered“, mit enthalten sind auf „Hiltia & Wigand“ auch noch ein Interview sowie vier Live-Videos. Auch eine nagelneue Nummer mit dem Titel „Sons Of The Damned“ hat es ebenfalls hierauf geschafft, und, siehe da: Die Horde um Frontmann und Sänger Frost besinnt sich wieder auf ihre wahren und wirklichen Stärken, denn der Track ist Adorned Brood in Reinkultur – packend kriegerischer Pagan Folk Metal mit reizvoller Melodik und treibend-kerniger Instrumentierung vom Feinsten. Erinnert mich auch nicht nur aufgrund des anmutigen Frauengesanges stark an das bisher beste Album „Erdenkraft“. Bleibt zu hoffen, dass die offenbar endlich wieder erstarkte Gruppe sich „Sons Of The Damned“ als Leitbeispiel für das kommende Langeisen zu Herzen nimmt!
© Markus Eck
Dass ihre 2006er „Heldentat” alles andere als eine solche war, steckt mir als altem Fan der Band noch immer tief in den Knochen – belangloser Pseudo-Mittelalter Hardrock, versehen mit Alibi-Metal-Passagen, zudem deutlich hörbar völlig uninspiriert. Schwamm drüber. Doch meine Wehmut – und sicherlich diejenige vieler Adorned Brood-Anhänger – über diesen üblen Album-Ausrutscher lindert nun eine saftige Wiederveröffentlichung. „Hiltia“ war das Debütalbum aus dem Jahr 1996, „Wigand“ hingegen wurde zwei Jahre später auf den einschlägigen Markt gebracht – die Originale dieser beiden Vorreiter-Langspieler sind seit Jahren ausverkauft und nur überaus schwerlich aufzutreiben. Was also heutzutage als hochpopuläre Subkategorie namens Pagan Metal ganze Heerscharen von Trend-Jüngern auf die Festivals und in die Konzerthallen treibt, das haben Adorned Brood bereits schon vor zwölf Jahren mit einiger Leidenschaft zornig zelebriert. Das Material beider Frühwerke entspricht zwar natürlich dem damaligen und beileibe nicht dem heutigen Standard, jedoch wissen die ungestüme Ruppigkeit beziehungsweise die aufreibende Rauheit besagter Kompositionen noch immer vollauf zu überzeugen. Die urige Mixtur aus Black- und Folk Metal, köstlich polternd rasant, versehen mit effizient simplen Melodien und erbaulich pfiffigen Flöten-Einlagen atmosphärischer Machart jedenfalls ist als zeitlos zu titulieren. Sämtliche Lieder der zwei schätzenswerten Metal-Heidenplatten wurden digital überarbeitet, also „remastered“, mit enthalten sind auf „Hiltia & Wigand“ auch noch ein Interview sowie vier Live-Videos. Auch eine nagelneue Nummer mit dem Titel „Sons Of The Damned“ hat es ebenfalls hierauf geschafft, und, siehe da: Die Horde um Frontmann und Sänger Frost besinnt sich wieder auf ihre wahren und wirklichen Stärken, denn der Track ist Adorned Brood in Reinkultur – packend kriegerischer Pagan Folk Metal mit reizvoller Melodik und treibend-kerniger Instrumentierung vom Feinsten. Erinnert mich auch nicht nur aufgrund des anmutigen Frauengesanges stark an das bisher beste Album „Erdenkraft“. Bleibt zu hoffen, dass die offenbar endlich wieder erstarkte Gruppe sich „Sons Of The Damned“ als Leitbeispiel für das kommende Langeisen zu Herzen nimmt!
© Markus Eck
