diskographie / Hiltia-Wigand / Reviews
metalroxx
ADORNED BROOD – Hiltia & Wigand (Re-Release)
Oftmals ist man im Leben einfach zu spät dran. Das ist jedoch nicht nur beim Erreichen des Zuges der Fall oder wenn man mal wieder die 1€ Kaffeemaschine bei Saturn verpasst hat, sondern auch wenn man sich einfach viel zu spät dazu entscheidet, sich das Album einer Band zuzulegen. 5 x hin und her überlegt und schon ist die limitierte Stückzahl vergriffen und hat sich zum begehrten Sammlerstück der Wikinger erwiesen. Ebenso erging es wohl vielen Leute bei den beiden ersten Alben der folkloristischen Pagan-Viking-Metaller von ADORNED BROOD „Hiltia“ (1996) und „Wigand“ (1998). Aber all diesen armen Seelen kann nun zum 15-jährigen Bandbestehen Entwarnung gegeben werden. Sie müssen nicht mehr tagelang vor einer Ebay-Auktion verharren um eines der geachteten Stücke zu ergattern, sonder sie können ganz einfach in den Plattenladen marschieren und erhalten denn beide Veröffentlichungen gleich als Doppel-CD.
Zustande kam das zum einen wegen der enormen Nachfrage nach den beiden Werken und zum anderen, weil die Band passend nun auch ihr 15jähriges Bestehen feiert. Erschienen ist das ganze in neuem Gewand über das Label der Band, Black Bards Entertainment, und ich sage euch – zögert auch diesmal nicht zu lange, denn ich bezweifle das es eine dritte Auflage geben wird!
Nun gut, wer ADORNED BROOD kennt weiß, dass sich die Herren rund um Elfe Ingeborg in den letzten zehn Jahren musikalisch deutlich weiter entwickelt haben, aber dennoch gehören ihre Anfangswerke noch längst nicht in die Mottenkiste. Vor allem mit dem neuen, druckvollen und klangreichen Anstrich dürften sie die Wikingerherzen dieser Welt auf jeden Fall höher schlagen lassen. Ein Wechselspiel zwischen rauem, harsch vorangaloppierenden Black Metal und seichten, folkloristischen Ruhepausen, welche mit Flöte und Akustikgitarre bestritten werden, gibt es in neuwertiger Gewandung zu hören. Trotz neuem Ankleiden verlieren die beiden Alben aber nicht den Charme, den sie vor zehn bzw. zwölf Jahren versprüht haben – immerhin dürfen sich ADORNED BROOD schon Vorreiter dieses Genres in deutschen Landen schimpfen.
Zu hören gibt es eben solide Instrumentierung, abwechslungsreichen, wenn auch etwas unkoordinierten Gesang und eine Band, die sich hörbar von Album zu Album steigert. Die Flöte von Ingeborg lässt unterhaltsame Melodien in die Songs fließen, der Bass nimmt nicht nur eine Nebenrolle ein und die nötige Aggression bekommt auch ihren Raum.
Damit das ganze Schaffen noch mehr an Kaufreiz gewinnt, hat man auf „Hiltia“ ein durchwegs interessantes Interview eingebaut und auf „Wigand“ gibt es ein Video zu bestaunen, welches die drei Titel „Tanze mit dem Tod“, „Heldentat“ und „Farewell“ kunstvoll miteinander visuellisiert.
Doch damit nicht genug. Es reicht dem Quintett nicht aus, uns „nur“ mit einem Re-Release Freude zu bereiten, sondern mit dem neuen, druckvollen Song „Sons Of The Damned“ auf „Hiltia“ foltert man die Ungeduldigen wohl ins Unermessliche, denn erst im schier endlos entfernten November wird das neue Werk „Noor“ den Weg zu uns finden. Hier zeigen die fünf Grevenbroicher sich Bestform, servieren zeitgenössischen Pagan-Metal, welcher ungeschliffene Rohheit mit der sanftmütigen, traditionellen Richtung vereinigt. Das nenne ich eine positive Weiterentwicklung über die Jahre!!!!
ADORNED BROOD haben Meilen in den letzten Jahren zurückgelegt und ich finde sie heute besser denn je. Trotzdem kann ich dieses Doppel-Album ohne Einschränkungen empfehlen. Fans der Band, die eine komplette Sammlung vorweisen wollen werden ebenso ihre Freude daran haben, wie damals zu spät Gekommene und neue Anhänger der Band! Hier gibt es Value For Money….so, und ich schwelge nun wieder in dem Granatensong „Sons Of The Damned“….
Tracklist „Hiltia“ - 1996
01 Intro
02 For Honour and Land
03 Hiltia
04 Unehrenhaftes Feindesblut
05 Furor Teutonicus
06 Donerhamer
07 Undisclosed Treasures of the Mortal
08 Adora
09 Kissing the Heathen Amulet
10 Die Rede des Erhabenen
11 Outro
12 New Song: Sons of the Damned
+ Video Interview
Tracklist „Wigand“ - 1998
01 Voeluespa
02 The Way of the Sword
03 Spiritual Weaponry
04 Wapen
05 The Oath
06 Wigand
07 Zeichen von Zauberkraft
08 Jord Dvalin
+ Live Videos
Punkte: keine Wertung
Label: Black Bards Entertainment
Songs: 20
Spielzeit: 115 Min
Genre: Pagan/Viking
VÖ: 05.09.2008
www.adornedbrood.de
ADORNED BROOD – Hiltia & Wigand (Re-Release)
Oftmals ist man im Leben einfach zu spät dran. Das ist jedoch nicht nur beim Erreichen des Zuges der Fall oder wenn man mal wieder die 1€ Kaffeemaschine bei Saturn verpasst hat, sondern auch wenn man sich einfach viel zu spät dazu entscheidet, sich das Album einer Band zuzulegen. 5 x hin und her überlegt und schon ist die limitierte Stückzahl vergriffen und hat sich zum begehrten Sammlerstück der Wikinger erwiesen. Ebenso erging es wohl vielen Leute bei den beiden ersten Alben der folkloristischen Pagan-Viking-Metaller von ADORNED BROOD „Hiltia“ (1996) und „Wigand“ (1998). Aber all diesen armen Seelen kann nun zum 15-jährigen Bandbestehen Entwarnung gegeben werden. Sie müssen nicht mehr tagelang vor einer Ebay-Auktion verharren um eines der geachteten Stücke zu ergattern, sonder sie können ganz einfach in den Plattenladen marschieren und erhalten denn beide Veröffentlichungen gleich als Doppel-CD.
Zustande kam das zum einen wegen der enormen Nachfrage nach den beiden Werken und zum anderen, weil die Band passend nun auch ihr 15jähriges Bestehen feiert. Erschienen ist das ganze in neuem Gewand über das Label der Band, Black Bards Entertainment, und ich sage euch – zögert auch diesmal nicht zu lange, denn ich bezweifle das es eine dritte Auflage geben wird!
Nun gut, wer ADORNED BROOD kennt weiß, dass sich die Herren rund um Elfe Ingeborg in den letzten zehn Jahren musikalisch deutlich weiter entwickelt haben, aber dennoch gehören ihre Anfangswerke noch längst nicht in die Mottenkiste. Vor allem mit dem neuen, druckvollen und klangreichen Anstrich dürften sie die Wikingerherzen dieser Welt auf jeden Fall höher schlagen lassen. Ein Wechselspiel zwischen rauem, harsch vorangaloppierenden Black Metal und seichten, folkloristischen Ruhepausen, welche mit Flöte und Akustikgitarre bestritten werden, gibt es in neuwertiger Gewandung zu hören. Trotz neuem Ankleiden verlieren die beiden Alben aber nicht den Charme, den sie vor zehn bzw. zwölf Jahren versprüht haben – immerhin dürfen sich ADORNED BROOD schon Vorreiter dieses Genres in deutschen Landen schimpfen.
Zu hören gibt es eben solide Instrumentierung, abwechslungsreichen, wenn auch etwas unkoordinierten Gesang und eine Band, die sich hörbar von Album zu Album steigert. Die Flöte von Ingeborg lässt unterhaltsame Melodien in die Songs fließen, der Bass nimmt nicht nur eine Nebenrolle ein und die nötige Aggression bekommt auch ihren Raum.
Damit das ganze Schaffen noch mehr an Kaufreiz gewinnt, hat man auf „Hiltia“ ein durchwegs interessantes Interview eingebaut und auf „Wigand“ gibt es ein Video zu bestaunen, welches die drei Titel „Tanze mit dem Tod“, „Heldentat“ und „Farewell“ kunstvoll miteinander visuellisiert.
Doch damit nicht genug. Es reicht dem Quintett nicht aus, uns „nur“ mit einem Re-Release Freude zu bereiten, sondern mit dem neuen, druckvollen Song „Sons Of The Damned“ auf „Hiltia“ foltert man die Ungeduldigen wohl ins Unermessliche, denn erst im schier endlos entfernten November wird das neue Werk „Noor“ den Weg zu uns finden. Hier zeigen die fünf Grevenbroicher sich Bestform, servieren zeitgenössischen Pagan-Metal, welcher ungeschliffene Rohheit mit der sanftmütigen, traditionellen Richtung vereinigt. Das nenne ich eine positive Weiterentwicklung über die Jahre!!!!
ADORNED BROOD haben Meilen in den letzten Jahren zurückgelegt und ich finde sie heute besser denn je. Trotzdem kann ich dieses Doppel-Album ohne Einschränkungen empfehlen. Fans der Band, die eine komplette Sammlung vorweisen wollen werden ebenso ihre Freude daran haben, wie damals zu spät Gekommene und neue Anhänger der Band! Hier gibt es Value For Money….so, und ich schwelge nun wieder in dem Granatensong „Sons Of The Damned“….
Tracklist „Hiltia“ - 1996
01 Intro
02 For Honour and Land
03 Hiltia
04 Unehrenhaftes Feindesblut
05 Furor Teutonicus
06 Donerhamer
07 Undisclosed Treasures of the Mortal
08 Adora
09 Kissing the Heathen Amulet
10 Die Rede des Erhabenen
11 Outro
12 New Song: Sons of the Damned
+ Video Interview
Tracklist „Wigand“ - 1998
01 Voeluespa
02 The Way of the Sword
03 Spiritual Weaponry
04 Wapen
05 The Oath
06 Wigand
07 Zeichen von Zauberkraft
08 Jord Dvalin
+ Live Videos
Punkte: keine Wertung
Label: Black Bards Entertainment
Songs: 20
Spielzeit: 115 Min
Genre: Pagan/Viking
VÖ: 05.09.2008
www.adornedbrood.de